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Bei unserer ersten Raddemo des Jahres legen wir den Fokus auf ein Thema, das sonst nur zwischen den Speichen mitschwingt: die Luftqualität.
An kalten Tagen wie diesen mischen sich Abgase aus Verkehr und Industrie sowie vom Heizen oft zu einer drückenden Nebelsuppe. Grauer Matsch aus fein säuberlich geräumten Straßen lagert oft noch tagelang auf der Fuß- bzw. Radinfrastruktur und zahlreiche Autos blasen einem besonders unangenehme Schadstoffe entgegen. Am 6. Februar zeigen wir mit viel Elan, dass es auch in der kalten Jahreszeit anders geht und sorgen im Konvoi zumindest kurzzeitig für bessere Luft.
Anstelle sich für zusätzliche Autobahnprojekte, die noch mehr Smog in die Stadt bringen einzusetzen, fordern wir die Politik auf, endlich konsequent die Verkehrswende hin zu einer sauberen, sicheren und entspannten Fortbewegung voranzubringen. Damit Wien auch im Winter zu einer lebenswerten Stadt wird.
Unsere Route führt uns darum zu ein paar Stellen in Wien, die in naher Zukunft in den Fokus klimafitter Stadtgestaltung kommen müssen!
Landesgerichtsstraße: Die „Zweierlinie“ ist derzeit in einem großen Abschnitt eine Baustelle. Das ist eine gute Nachricht für die Verkehrswende, denn der Grund dafür ist der Ausbau des Wiener U-Bahn-Netzes. Die bessere Nachricht wäre, wenn die Landesgerichtsstraße nach Abschluss der Bauarbeiten nicht wieder eine mehrspurige „Autobahn“ am Rande der Inneren Stadt wird, sondern eine klimafitte Lebensader für Menschen. Platz zum Flanieren, Platz für sicheres Radfahren, Platz für Wiesen und Bäume – kurzum: ein Ort mit Lebens- und Aufenthaltsqualität!
Gürtel: Die „Fortschrittskoalition“ hat die Umgestaltung des Gürtels angekündigt, die „Aufschwungskoalition“ hat sie wieder abgesagt. Große Sprünge waren aufgrund der angekündigten Maßnahmen ohnehin nicht zu erwarten, aber umso enttäuschender ist, dass die Wiener Stadtregierung nicht mal mit kleinen Schritten in eine klimafitte Zukunft gehen will.
Felberstraße/Westbahnpark: Das ÖBB-Gelände beim Westbahnhof soll in den nächsten Jahren für die Öffentlichkeit entwickelt werden. Anwohnende wünschen sich einen großen Park, der die Kalt- und Frischluftschneise zum Wienerwald offen lässt, die Wiener Stadtregierung tendiert zu einer Nutzung mit Gebäuden. Unsere lebenswerte Zukunft darf nicht für kurzfristige Profite aufs Spiel gesetzt werden!
Gumpendorfer Straße: Wie beim Gürtel wurde auch hierfür eine Umgestaltung angekündigt und Umfragen unter Anwohnenden ergaben u.a. die Wünsche nach weniger Kfz-Verkehr, mehr Grün und mehr Radwegen. Wie beim Gürtel wurde auch diese Umgestaltung wieder abgesagt.
Fragt ihr euch auch, warum klimafitte Maßnahmen aus Kostengründen abgesagt werden, aber Stadtautobahnen wie die Stadtstraße und der Lobautunnel laut SPÖ und NEOS unbedingt gebaut werden müssen?
Fragt ihr euch auch, wie es sich ausgeht, dass sich Parteien, die Steuergeld für zukunftsfeindliche Großprojekte aus dem Fenster werfen, trotzdem für Mini-Maßnahmen als Vorreiter für den Klimaschutz feiern?
Wir sagen Nein zum Scheinklimaschutz!
Wie fordern echte Maßnahmen für eine klimafitte Zukunft!
Wir radeln for future!
Radelt mit!
Erzählt allen davon, sattelt die Räder und kommt am 6.2. um 17:00 zum Votivpark! Wir starten um 17:30 und kommen um ca. 19:00 wieder retour.

Wir lassen uns die Freude und den Spaß am Radfahren auch durch die Kälte nicht verderben und werden weiter dafür eintreten, dass allen klimafreundlichen Fortbewegungsarten Vorrang eingeräumt wird.
Wir freuen uns auf euch!
Unterstützt bitte auch unsere Mail-Aktion gegen die Sperre des Steinitzssteges.
Treffpunkt: 17:00 Uhr beim Votivpark
Abfahrt: 17:30 Uhr
Ende und Abschlusskundgebung: ca. 19:30 Uhr beim Votivpark
Route: OpenStreetMap
Landesgerichtsstraße – Neustiftgasse – Gürtel – Felberstraße – Schönbrunner Straße – Gumpendorfer Straße – Landesgerichtsstraße
Bilder
Du willst mithelfen?
Erzähle allen, die du kennst, davon. Oder drucke Flyer aus und verteile sie in der Schule, an der Uni, am Arbeitsplatz. Werde aktiv!
Do’s & Don’ts
- Wir verhalten uns allen anderen gegenüber respektvoll sowie achtsam und versuchen Mitfahrenden zu helfen, falls sie Hilfe brauchen (Fahrraddefekte, emotionale Unterstützung, körperliche Hilfen, …)
- Wir sind und bleiben freundlich. Versuchen andere, durch Zurufe, Gesten, wildes Hupen oder auf andere Art zu provozieren, antworten wir mit einem Lächeln, winken und klingeln.
- Wir halten uns an die Anweisungen der Polizei, die uns aus Sicherheitsgründen begleitet.
- Wir fahren als geschlossener Zug über Kreuzungen, auch wenn die Ampel auf Rot umschaltet, und helfen der Polizei ggf. durch „Corking“, um uns vom Autoverkehr abzuschirmen.
- Wir versuchen, den öffentlichen Verkehr und Zufußgehende möglichst wenig zu beeinträchtigen.
- Wir hinterlassen keinen Müll und sammeln auch Müll anderer auf, wenn der Demonstrationszug stehen bleibt.
- Angehörige politischer Parteien sind willkommen, Parteiwerbung in Form von z. B. Flaggen, Luftballons oder T-Shirts ist unerwünscht.
- Flaggen, Demoschilder und Transparente zu klimapolitischen Themen sind willkommen, andere politische Botschaften und Landesflaggen sind unerwünscht.
Wetter
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Diesen Spruch werden wir nicht komplett beherzigen. Abgesehen von Extremwetterereignissen findet die Demonstration bei jedem Wetter statt, kann aber ggf. auch kurzfristig abgesagt oder abgebrochen werden. Eine eventuelle Absage werden wir über unsere Accounts in den sozialen Netzwerken kommunizieren.
Rechtliche Hinweise
„Radeln For Future“ ist eine Demonstration. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Im Rahmen der Demonstration werden Bild- und Tonaufnahmen erstellt, die entsprechend der DSGVO verarbeitet, gegebenenfalls auch zeitnah veröffentlicht werden und für die Ankündigung zukünftiger Aktionen sowie Medienberichte oder andere Zwecke mit Bezug zu „Radeln For Future“ Verwendung finden können. Die Teilnahme gilt als Einverständniserklärung.



